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Jackie Chan in „Spy Daddy“

Spy Daddy Im Vorspann sind kurze Ausschnitte aus früheren Kinohits zu sehen, als Jackie Chan seine Fans mit halsbrecherischen Stunts und hinreißender Kungfu-Akrobatik in Atem hielt. Jetzt ist der Star 56 Jahre alt. Der Jahrzehnte lang überbeanspruchte Körper ist halbinvalid, seine Stunts macht Jackie längst nicht mehr alle selbst. Da passt es, wenn er nun als Superagent a. D. auftritt, von Familie mit Kindern träumt und seine nette Nachbarin heiraten will. Nur: Ihre drei verwöhnten Sprösslinge lehnen den Freier entschieden ab, besonders die frühpubertäre Tochter findet ihn unerträglich spießig. Das ändert sich, als russische Schurken und CIA-Doppelagenten angreifen, und Jackie beim spektakulären Kampf mit ihnen zeigt, was für eine Kungfu-Kanone er ist.
Nachdem er „Forbidden Kingdom“ und „Karate Kid“ fürs Teenie-Publikum gedreht hat, führt Jackie seine Standard-Tricks hier noch einmal für ganz junge Zuschauer vor, ohne Blutvergießen und Brutalitäten. Inhaltlich und stilistisch wirkt „Spy Daddy“ wie ein 60er Jahre James-Bond-Film auf Maxwell-Smart-Niveau. Mit Kinderfilmen, so sagt der Star im Interview, könne er seine Karriere noch für weitere 10 Jahre verlängern.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Zwiespältig

Spy Daddy, USA 2010; Regie: Brian Levant; 94 Minuten. Extras: Trailershow, Interviews mit Regisseur und Schauspielern, Making of, Outtakes, TV-Spots. Erschienen bei Universum Film

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