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„Jackie – Wer braucht schon eine Mutter“ im Kino

Jackie - Wer braucht schon eine Mutter

Die etwas zwangsoriginell wirkende Schlusswendung von Antoinette Beumers Roadmovie „Jackie – Wer braucht schon eine Mutter“ wird hier natürlich nicht verraten. Sie ändert ohnehin nichts an der Biederkeit des Vorangegangenen. Treu und brav werden hier die Konventionen des Genres durchexerziert: die ungleichen Protagonisten, das unbekannte Terrain, ungewöhnliche Situationen. Entwicklungs- und Annäherungsprozesse, an deren Ende die Lektion gelernt, der Charakter gereift und der Blick in die Zukunft ein zuversichtlicher und tapferer ist.
Im vorliegenden Fall sehen sich die bei schwulen Vätern in den Niederlanden aufgewachsenen Zwillingsschwestern Sofie und Daan vor die Aufgabe gestellt, ihre leibliche Hippie-Mutter in einem Wohnmobil durch die Wüste von New Mexico zu kutschieren. Kein leichtes Unterfangen, geraten einander dabei doch egozentrische Karrierefrau (Sofie), schüchternes Muttertier (Daan) und skurrile Exzentrikerin (Jackie) in die Quere. Holzschnittartig gezeichnete Figuren verstolpern sich in Klischee und Kolportage; zurückbleibt der schale Eindruck allgemeiner Harmlosigkeit und sträflicher Unterforderung.

Text: Alexandra Seitz

Foto: 2013 Schwarz Weiss Filmverleih

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Jackie – Wer braucht schon eine Mutter“ im Kino in Berlin

Jackie – Wer braucht schon eine Mutter (Jackie), Niederlande/USA 2012; Regie: Antoinette Beumer; Darsteller: Holly Hunter (Jackie), Carice van Houten (Sofie), Jelka van Houten (Daan); 98 Minuten; FSK 12

Kinostart: 18. Juli

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