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„Jahresrückblick“ von Lars ?Penning


Rund 570 Filme starteten in diesem Jahr in Berlin, eine gewaltige Menge, in der die schönen Perlen stets ein wenig unterzugehen drohten. Doch es gab sie: „Birdman“, Alejandro Gonzбlez Iсбrritus bildgewaltige Schauspielertragödie mit dem tollen Michael Keaton, J.C. Chandors makelloses Charakter- und Gangsterdrama „A Most Violent Year“ um den Aufstieg eines Transportunternehmers oder der faszinierende Indie-Paranoia-Horrorthriller „It Follows“ von David Robert Mitchell gehörten dazu. Ebenso wie Todd Haynes 50er-Jahre-Melodram „Carol“ und Jafar Panahis hintersinniger Berlinale-Gewinner „Taxi Teheran“.
Aus deutscher Sicht natürlich besonders erwähnenswert: Sebastian Schippers atemloser, in einer einzigen Einstellung gedrehter Thriller „Victoria“, ein Film, der etwas wagt und dabei zudem ein stimmiges berlinisches Lebensgefühl transportiert.
Auch für die Animationsfilme, die mir persönlich stets am Herzen liegen, war es ein gutes Jahr: Der herrlich quer gedachte Pixarfilm „Alles steht Kopf“ überzeugte hier ebenso wie die wunderschöne irische Fantasystory „Die Melodie des Meeres“. Selbst der letzte Groß-Blockbuster „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ stimmte als amüsantes Fanspektakel versöhnlich. Fazit: Sollte das neue Jahr qualitativ so viele Highlights bieten wie das abgelaufene, kann es ruhig kommen.

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