Kino & Stream

„James Cameron\s Sanctum“ im Kino

Sanctum

Eine Gruppe von abenteuerlustigen Forschern kraxelt und taucht in die Tiefen eines verzweigten, kilometerlangen Höhlensystems hinab und wird dort von hereinbrechenden Wassermassen bedroht. Nach dem Prinzip eines Abzählreims ertrinkt einer nach dem anderen in der klaustrophobischen Enge. Wenn bei den Überlebenden in der gefluteten unterirdischen Höhle die Batterien ihrer Funzeln schwach werden, kommen schon mal existenzielle Ängste auf. Das hindert einen raubeinigen Vater und seinen bockigen Sohn aber nicht daran, in der totalen Finsternis nebenbei Beziehungsprobleme aufzuarbeiten.
Sicher sind die 3D-Aufnahmen im tiefen Schlund der Unterwasserhöhlen spektakulär, aber das aufgesetzte menschliche Drama nervt einfach nur. Der Name James Cameron im Filmtitel erweckt eine Erwartungshaltung beim Zuschauer, die „Sanctum“ nicht erfüllen kann. Der dreidimensionale Abenteuerfilm von Regisseur Alister Grierson hat längst nicht das Format von „Avatar“, sondern erinnert mehr an einen B-Film für die Ramschkiste im DVD-Laden. Cameron ist einer von fünf ausführenden Produzenten und leiht dem Werk seinen Namen aus marktstrategischen Gründen.

Text: Jörg Buttgereit

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „James Cameron’s Sanctum“ im Kino in Berlin

James Cameron’s Sanctum (Sanctum), USA 2011; Regie: Alister Grierson; Darsteller: Richard Roxburgh (Frank), Rhys Wakefield (Josh), Alice Parkinson (Victoria); 108 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 21. April

Mehr über Cookies erfahren