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„Jenseits der Hügel“ von Cristian Mungiu

Jenseits_der_Huegel_04_c_WildbunchGermany_PeripherFilmIn einem Kloster auf einem „neuen Hügel“ in der rumänischen Provinz lebt eine junge Frau namens Voichita. Sie entstammt dem lokalen Waisenhaus, wie auch ihre Freundin Alina, die eines Tages aus Deutschland kommt, um Voichita zur Arbeit „auf einem Boot“ mitzunehmen. Doch es kommt anders als geplant, Alina erleidet einen Zusammenbruch, muss ins Krankenhaus, sie soll in dem Kloster wieder zu Kräften kommen und vielleicht auch Gott finden. 


In der bewährten Manier vieler neuer rumänischer Filme erzählt Cristian Mungiu („Vier Monate, drei Wochen, zwei Tage“) in „Jenseits der Hügel“ ruhig und mit vielen kaum merklichen Details eine komplexe Geschichte: Die beiden jungen Frauen, die ganz allein in der Welt sind, können den konkurrierenden Logiken (Religion, Psychiatrie) nichts wirklich entgegensetzen. Der Priester oder „Vater“, ein Außenseiter in der orthodoxen Kirche Rumäniens, steht für eine grundlose Autorität, die aber umso drastischer wirksam werden kann. So entwickelt sich ein Drama, in dem niemand eigentlich schlechte Absichten hat, aber alles falsch läuft.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Wildbunch Germany / Peripher Film

tip-Bewertung: Sehenswert

Dupa Dealuri Rumänien/Frankreich/Belgien 2012; Regie: Cristian Mungiu; Darsteller: Cosmina Stratan (Voichita), Cristina Flutur (Alina), Valeriu Andriuta (Priester); 150 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 14. November

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