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Jetzt im Kino: „Das Mädchen aus Monaco“

das_maedchenNicht nur die mediterrane Kulisse dieses Ortes ist dem Mann fremd, auch der Leibwächter Christophe (Roschdy Zem), der ihm von seinem Auftraggeber an die Seite gestellt wird, ist ihm zunächst ein eher unangenehmer Begleiter, der wie ein Schatten jeden seiner Schritte überwacht. Im Kontrast zu Beauvois, der Beziehungen intellektualisiert und scheut, weil er immer schon ihr Ende mitbedenkt, zeichnet sich Christophe durch direktes Handeln aus, in seinem Umgang mit Frauen wie in seinem Beruf. In der Begegnung dieser so gegensätzlichen Figuren, die trotz aller Fremdheit eine Verbindung herstellen, die ihre beiderseitigen Verkrustungen letztendlich löst, entfaltet der Film seine besten Momente, was vor allem auch der Präsenz seiner beiden Darsteller geschuldet ist. Dabei bleibt es leider nicht, als eine Frau die Bildfläche betritt und das empfindliche Gleichgewicht stört. Zwischen Komik und Dramatik changiert der Film fortan unentschieden und setzt dabei ein wenig zu oft auf Gegensätzlichkeiten.

Text: Valerie Bäuerlein

tip-Bewertung
: Zwiespältig

La fille de Monaco Frankreich 2008; Regie: Anne Fontaine; Darsteller: Fabrice Luchini (Bertrand), Roschdy Zem (Christophe), Louise Bourgoin (Audrey); Farbe, 95 Minuten; Kinostart: 2. Juli

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