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Jetzt im Kino: „Super Art Market“

super_art-Der Kunstbetrieb war in den vergangenen Jahren so etwas wie der Zerrspiegel der entfesselten Ökonomie. Produzenten, Händler, Sammler und auch die Kritik trugen zu einer Spirale ständig steigender Preise bei, kaum jemand konnte noch vernünftig erklären, was den Wert einer bestimmten Arbeit ausmacht. Zoran Solomun zeichnet in seinem Dokumentarfilm „Super Art Market“ die Stimmung jener Jahre nach. Er hat vor allem mit Galeristen gesprochen, wobei es sich gut getroffen hat, dass Berlin eines der Zentren der globalen Szene geworden ist. Leo König, der von New York aus mit Kunst handelt, findet im ehemaligen Anwesen des Malers Georg Baselitz einen Ort für neue Bilder des Großkünstlers Julian Schnabel, während Lorenz Helbling in Shanghai einen expandierenden Markt erschließt.

„Super Art Market“ macht sich weitgehend die Perspektive seiner Protagonisten zu eigen. So entsteht ein doch weitgehend affirmatives und fasziniertes Bild des Geschehens, aus dem allenfalls Leo König ein wenig herausfällt, dessen Eitelkeit immer wieder jene Klischees streift, zu denen „Super Art Market“ wenig eigenes Verhältnis entwickelt.

Text: Bert Rebhandl
 
tip-Bewertung: Annehmbar

Super Art Market Deutschland 2009; Regie: Zoran Solomun; Farbe, 88 Minuten; Kinostart: 2. Juli

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