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Monsterspektakel 

Jörg Buttgereit über „Godzilla 2: King of Monsters“

Spektakulärer Gigantismus

Warner Bros/ Legendary Pictures/ Funding/ Ratpac/ Dune Entertainme

Öko-Terroristen haben die Biologin Emma Russell und ihre Tochter entführt. Russell hat einen Weg gefunden hat, via Sonar mit Monstern wie Godzilla zu kommunizieren. Jetzt soll sie den Drachen King Ghidorah, den Flugsaurier Rodan und die Riesenmotte Mothra auf die Menschheit loslassen.

„Godzilla 2“ ist nach „Godzilla“ (2014) und „Kong: Skull Island“ (2017) der dritte Film im so genannten „Monster-Verse“. Als Vorlage für dieses Sequel diente Ishiro Hondas Monsterklassiker „Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah“ von 1964. Hondas Film gilt als stilprägend, weil die atomar aufgeladene Riesenechse hier menschenfreundliche Züge ­entwickelte und ihr Erzfeind, der goldene Drache King Ghidorah, erstmals in Erscheinung trat.

Die bildgewaltige Neuinterpretation nun bietet inhaltliche Versatzstücke, die Fans aus den bislang 29 japanischen Godzilla-Filmen kennen, nur werden sie hier auf das dramaturgisch absolut Notwendige reduziert. Schauspielgrößen wie Vera Farmiga oder Ken Watanabe agieren lediglich als Ringrichter für die Kämpfe der monströsen Hauptdarsteller. Und das ist auch gut so. Denn für Monster-Nerds liegt der Lustgewinn in der zeitgemäßen Neuinterpretation der altbekannten Kaiju. Die digitale Visualisierung der Titanen folgt dabei dem für Hollywood typischen Realitätsanspruch. Diese Umsetzung ist das Gegenteil der bewusst märchenhaft angelegten Fantasiewelt japanischer Godzilla-Filme.
Für März 2020 ist mit „Godzilla vs. Kong“ schon der nächste Teil angekündigt. Wieder ein Remake von einem Ishiro-Honda-Film. Lang lebe der König!

Godzilla 2: King of Monsters USA 2019, 132 Min., R: Michael Dougherty, D: Kyle Chandler, Vera Farmiga, Millie Bobby Brown, Start: 30.5.

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