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John Ford-Filme im Arsenal

Egal, welches Genre er bediente, eigentlich handeln die Filme von John Ford immer von der Heimat. Von der Frage, was dieser Begriff überhaupt beinhaltet, ebenso wie von einem Gefühl, das seine Protagonisten dafür erst entwickeln müssen. Es sind Filme, in denen die Wildnis durch die Zivilisation überwunden wird, mithilfe der ordnenden Kräfte, die sie gemeinhin mit sich bringt: Familie, Kirche, Militär, Gesetz und Kultur. Das Drama beginnt, wenn die entsprechenden Wertegemeinschaften, deren Sinn für Ford stets außer Frage standen, noch nicht etabliert sind (zum Beispiel in der Wyatt Earp-Geschichte „My Darling Clementine“), aus dem Gleichgewicht geraten (wie im Sozialdrama „The Grapes of Wrath“/Foto) oder sie partiell verloren gehen (etwa wenn John Wayne in „The Searchers“ als ewig getriebener Mann endet, weil es in seiner Familie keinen Platz für ihn gibt). Eine Auswahl von 15 Filmen aus dem monumentalen Werk des ameri­kanischen Meisterregisseurs zeigt das Arsenal-Kino ab Samstag, den 8. Mai.

Text: Lars Penning

John Ford, Sa 8. bis Mo 31.5., Kino Arsenal

John-Ford-Spezialist Tag Gallagher wird einige der Filme ein­führen

Termine www.arsenal-berlin.de

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