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„Jupiter Ascending“ im Kino

„Nenn mich Jup!“ So leutselig versucht die russische Emigrantentochter Jupiter Jones sich in höheren Kreisen zu bewegen. Wobei der Begriff „höhere Kreise“ in „Jupiter Ascending“, dem neuen Spektakel der Geschwister Wachowski („The Matrix“), mehr als nur wörtlich genommen werden muss. Es geht nämlich darum, dass die Menschheit von einer höheren Spezies bedroht ist: gentechnologisch überlegene Wesen haben auf dem Jupiter, also kosmisch gesehen gleich um die Ecke, unter dem berühmten roten Fleck eine Zivilisation am Laufen, die auf genetischer Ausbeutung beruht. In den Jungbrunnen steigt niemand, ohne dass dafür jemand „geerntet“ werden muss. Jupiter Jones (Mila Kunis) ist, ohne das sie das anfangs weiß, genetisch nicht einfach Putzfrau, wie zu Beginn des Films, sondern eine Königin (die Bienen begreifen das zuerst). Gemeinsam mit dem halben Wolf Caine (Channing Tatum) rettet „ihre Majestät“ den blauen Planeten vor der Ausbeutung durch einen bemüht sinistren Superherrscher (Eddie Redmayne macht einen auf galaktischer Joffrey Baratheon). „Jupiter Ascending“ ist ein wahllos zusammengeklauter Blockbuster mit einer der uninspiriertesten Stories der neueren Zeit, und auch die visuellen Effekte sind allenfalls für wenige Momente beeindruckend.

Text: Bert Rebhandl

Foto: 2014 Warner Bros.

Orte und Zeiten: Jupiter Ascending
 
Jupiter Ascending
USA 2014; R: Andy Wachowski, Lana Wachowski; D: Mila Kunis (Jupiter Jones), Channing Tatum (Caine Wise), Sean Bean (Stinger Apini); 125 Min.

Kinostart: Do, 5. Februar 2015

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