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Jürgen Böttcher zu Ehren

Jürgen Böttcher

Vor zehn Jahren hat Jürgen Böttcher seinen bislang letzten Film gemacht: „Konzert im Freien“, eine Meditation über Geschichte und Politik, mit Free Jazz am Marx-Engels-Forum und mit vielen Fragmenten dessen, was einmal ein Kommunismus gewesen war. In ferner Zukunft wird man sich diesen Film ansehen müssen, wenn man wissen will, woraus die „Berliner Repu­blik“ entstand (und was sie verdrängte):  nämlich unter anderem aus dem widerspenstigen Geist von Künstlern wie Jürgen Böttcher, der 1957 in der DDR seinen ersten Film machte, der 1965 mit dem wegweisenden „Jahrgang ’45“ einen der bald verbotenen nachmaligen Klassiker des anderen deutschen Kinos drehte, der mit Dokumentarfilmen die Honecker-Jahre durchstand und in all der Zeit auch ein anderes, zweites Leben als Maler unter dem Namen Strawalde führte. Anlässlich des 80. Geburtstags von Jürgen Böttcher am 8. Juli gibt es mehrere Würdigungen, vor allem aber zeigt das Babylon Mitte seine Filme, darunter auch der rare „Ein Weimarfilm“ (1976). Das Arsenal feiert am 23. und 26. Juli mit zwei Veranstaltungen in Anwesenheit des Künstlers.

Foto: Christoph Assmann / Progress Film Verleih

Jürgen Böttcher
13 Filme im Babylon Mitte, ab Fr 8.7., Infos www.babylonberlin.de
Jürgen Böttcher zum Geburtstag, Arsenal, Sa 23.7. und Di 26.7.

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