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„Kaboom“ im Kino

Kaboom

In den Neunzigerjahren stieg Regisseur Gregg Araki mit mild-subversiven Independentfilmen wie „The Doom Generation“ in die Heldengalerie des Queer Cinema auf. Langfristig war der Status nicht zu halten, denn Arakis Kunst besteht in der Hauptsache aus verspielten Montagen und beschwingtem Tempo. „Kaboom“ widmet sich den Tagträumen libidinös gebeutelter Teenager, kippt von der surrealen Sex- und Gender-Farce in eine apokalyptische Trash-Fabel. An David Lynchs „Twin Peaks“, dem Vorbild, schießt Araki weit vorbei. Die Ironie, in die sein postpubertäres Kino gleichsam luftdicht eingeschlossen ist, führt zu Überdruss.

Text: Stefan Grissemann

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Kaboom“ im Kino in Berlin

Kaboom, USA/Frankreich 2010; Regie: Gregg Araki; Darsteller: Thomas Dekker (Smith), Haley Bennett (Stella), Chris Zylka (Thor); 86 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 16. Juni

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