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„Kein Mittel gegen Liebe“ im Kino

Kein Mittel gegen Liebe

Aus Hollywoods romantischem Komödienfach ist Kate Hudson nicht wegzudenken. Ob als angehende Braut oder Ersatzmama in New York – ihre Stammrolle beherrscht sie im Schlaf. Das Thema von „A Little Bit of Heaven“, in dem eine lebenslustige junge Werberin mit einer Krebsdiagnose im Endstadium konfrontiert wird, klingt da erst mal nach einer Verlagerung aus dem Wohlfühlterrain heraus. Es zeigt sich aber schnell, dass Krankheit, Tod und elementare Gefühlslagen wie Ohnmacht und Entfremdung vom eigenen Körper in Nicole Kassells Film nur die zweite Geige spielen dürfen. Der von ihrem fast schon surreal aufopferungsvollen Arzt (Gael Garcнa Bernal) diagnostizierte Krebs wird dabei zum milde abgedämpften Nebenton; er steht nur für generell „schwere Zeiten“. Die Fragen des Films gelten harmloseren Dingen: der Bedeutung von Freunden etwa – sie sind natürlich unersetzlich – und vor allem dem eigentlichen Lebensziel überhaupt: den perfekten Mann zu finden. Auch mit einer prägnanten Nebenfigur wie Kathy Bates als Gluckenmutter, die als Einzige ihre emotionale Fassung verliert, kann der Film seine Halbherzigkeit nicht ausbalancieren.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Kein Mittel gegen Liebe“ im Kino in Berlin

Kein Mittel gegen Liebe (A Little Bit Of Heaven), USA 2011; Regie: Nicole Kassell; Darsteller: Kate Hudson (Marley Corbett)‘, Gael Garcнa Bernal (Dr. Julian Goldstein), Lucy Punch (Sarah Walker); 107 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 6. Oktober

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