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Keine deutschen Filme in Cannes

Mad Max: Fury Road

Das Festival findet vom 13. bis 24. Mai statt. 49 Filme wurden in die Sйlection officielle aufgenommen. „Es ist ein schöner Wettbewerb mit Filmen, die viele Risiken eingehen“, sagte Frйmaux, der aus 1854 Einreichungen auswählen konnte. Es sei nicht leicht, neue Talente zu entdecken, aber es sei auch in diesem Jahr wieder gelungen: Acht Filme der Auswahl sind Debüts.
17 Filme des Wettbewerbs konnte Frйmaux bekannt geben. Aus Frankreich konkurrieren um die Goldene Palme: „Dheepan“ von Jacques Audiard, sein erster Film seit „Der Geschmack von Rost und Knochen“; „A Simple Man“ von Stephane Brize; „Marguerite et Julien“ von Valйrie Donzelli sowie der neue Film von „poliezei“-Macherin Maiwenn, „Mon Roi“. Zwei der vier Wettbewerbstitel aus Frankreich sind von Frauen inszeniert, sowie der Eröffnungsfilm.
Amerika wird repräsentiert von der Patricia-Highsmith-Verfilmung „Carol“ von Todd Haynes mit Cate Blanchett, Haynes‘ erster Cannes-Film seit „Velevet Goldmine“ im Jahr 1998. Und Gus Van Sant reist an mit seinem „The Sea of Trees“, in dem Matthew McConaughey die Hauptrolle spielt. Frйmaux hat den Film selbst erst letzte Woche gesehen.
Dazu kommen drei italienische Filme: Matteo Garrone kehrt zurück nach Cannes mit „Tale of Tales“, der vormalige Goldene-Palme-Gewinner Nanni Moretti wird „Mia Madre“ vorstellen, sein erster Cannes-Beitrag seit „Habeus Papam“ im Jahr 2011, und „La grande bellezza“-Macher Paolo Sorrentino reist an die Criosette mit „Youth“ mit Michael Caine und Harvey Keitel – sein sechste Beitrag für den Wettbewerb.
Denis Villeneuve bringt „Sicario“ nach Cannes – es ist das erste Mal, dass der kanadische „Prisoners“-Regisseur in Wettbewerb vertreten ist. Justin Kurzel stellt seine Interpretation von „Macbeth“ vor, eine australische Produktion mit Michael Fassbender und Marion Cotillard.
Asien ist vertreten mit dem neuen Film von Altmeister Hou Hsiao Hsien und „The Assasin“, „Our Little Sister“ von Hirokazu Kore-eda und „Mountains May Depart“ von Jia Zhangke.
Aus Griechenland kommt „The Lobster“ von Yorgos Lanthimos mit Colin Farrell und Rachel Weisz, ein laut Frйmaux fordernder Film, der sich nicht auf Anhieb erschließt. Der Norweger Joachim Trier ist erstmals im Wettbewerb mit „Louder Than Bombs“ mit Isabelle Huppert. Und Laszlo Nemes stellt den Film „Son of Saul“ vor.
Der Eröffnungsfilm „Le tete haute“ wird außer Konkurrenz laufen, weil es noch vier weitere französische Produktion im Wettbewerb gebe. „Ein großartiges Jahr für das französische Kino“, sagte Frйmaux.
Außer Konkurrenz wird es neben dem bereits bekannt gegebenen „Mad Max: Fury Road“ von George Miller (Foto) den neuen Film von Woody Allen, „An Irrational Man“, zu sehen geben, der zum zwölften Mal in Cannes sein wird. Dazu kommen „Alles steht Kopf“ von Pete Docter, der Cannes 2009 mit „Oben“ eröffnete, und die französische Produktion „Der kleine Prinz“ von „Kung Fu Panda“-Regisseur Mark Osborne. Als Special Screening wurde Natalie Portmans Debüt, „A Tale of Love and Darkness“ ausgewählt. Weitere Special Screenings sind „Hayored Lema’ala“ von Elad Keidan, „Amnesia“ von Barbet Schroeder, „Panama“ von Pavel Vuckovic, „Oka“ von Souleymane Cisse und „Asphalte“ von Samuel Benchetrit.
Zwei Midnight Screenings sind vorgesehen: die britische Dokumentation „Amy“ von Asif Kapadia über Amy Winehouse und den südkoreanischen Thriller „Office“ von Hong Won-Chan.
Frйmaux nannte die ersten 14 Filme für Un Certain Rйgard, betonte jedoch, dass es letztendlich zwischen 18 und 20 sein werden. Wirklich bekannte Namen sind in der Auswahl der Nebenreihe nicht zu finden.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: Screenshot Trailer / Warner Bros. 2014

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