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„Kick Off Kirkuk“ im Kino

Kick_OffDie Stadt Kirkuk im Norden des Irak ist ein Zentrum der kurdischen Bevölkerung. Aber auch hier spielen ethnische Spannungen eine wesentliche Rolle, wie aus den Untertiteln zu Shawkat Amin Korkis Film „Kick Off Kirkuk“ hervorgeht, bei denen jeweils genau vermerkt ist, ob die Figuren nun gerade ­Kurdisch, Arabisch oder Türkisch sprechen. Ein desolates, früher aber offensichtlich einmal beeindruckendes Fußballstadion bildet die wesentliche Szenerie: In den Ru­­i­­­nen der Tribünen haben sich Flüchtlinge einquartiert, an die Torstangen binden Leute ihre Tiere, in einem Winkel spielen alte Männer ein Brettspiel. Hier will der unerschrockene Aso, nachdem die Nationalmannschaft des Irak bei der Asienmeisterschaft überraschend den Sieg erringt, ein Freundschaftsspiel austragen, das er gegen viele Hindernisse auch zustandebringt. „Kick Off Kirkuk“ erzählt in einer losen Narration von der schwierigen Situation in einer Region, die von den westlichen Medien als relativ stabil beschrieben wird, die in diesem zwischen Lyrizismus, grimmiger Komik und abrupter Gewalt schillernden Film aber als Ort ohne Perspektiven erscheint.

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Kick Off Kirkuk“ im Kino in Berlin

„Kick Off Kirkuk“ (Kick Off) Irak 2009; Regie: Shawkat Amin Korki; Darsteller: Shwan Atuf (Aso), Hamed Diyar (Diyar), Hamajaga Hilin (Helin); 81 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 10. Februar

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