Kino & Stream

Kinematographie heute: Philippinen

Florentina Hubaldo

Dass die Philippinen trotz der weiterhin enormen Armut im Land ein blühendes Nationalkino haben, ist den internationalen Festivals nicht entgangen. Vor diesem Hintergrund vielfacher Entdeckungen in den letzten Jahren ist es hilfreich, wenn das Zeughauskino in seiner Reihe „Kinematographie heute“ einen kleinen Überblick über wichtige Arbeiten der neueren Zeit gibt. Die Auswahl reicht dabei allerdings auch zurück zu einem relativ unbekannten Schlüsselwerk wie „Manoro“ von Brillante Mendoza, in dem Menschen für eine Stimmabgabe einen weiten Weg durch den Dschungel auf sich nehmen. Höhepunkte der Reihe sind sicher zwei neue, wie immer vielstündige Werke von Lav Diaz, einem der größten Erzähler des gegenwärtigen Kinos (im Bild: „Florentina Hubaldo“), sowie „Imburnal“ (2008) von Sherad Anthony Sanchez, gedreht in den Armenvierteln von Davao City auf Mindanao unter Bedingungen, die eine besondere Ästhetik notwendig machten – ein Kino, das unter die Haut geht.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Lav Diaz

Kinematographie heute: Philippinen, Mi 7. bis So 25.8., Zeughauskino

www.dhm.de/kino

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