Biopic

„King Cobra“ im Kino

Seiner Mutter erzählt der 17-jährige Sean (Garrett Clayton), dass er einen Praktikumsplatz im Filmgeschäft hat. In Wirklichkeit sitzt er auf der Casting-Couch von Pornoproduzent Stephen (Christian Slater)

Foto: Salzgeber
Foto: Salzgeber

Unter dem Künstlernamen Brent Corrigan wird Sean zum ersten Star des Online-­Porno-Zeitalters. Stephens Konkurrenten Joe (James Franco) und Harlow (Keegan Allen) planen den „Millionen-Dollar-Film“ mit Brent Corrigan. Aber so leicht lässt sich Stephen seinen Star nicht ausspannen.
In diesem Trash-Drama aus dem schwulen Porno-Milieu gibt Christian Slater den Produzenten Stephen als abgeklärten, einsamen Geschäftsmann mit fatalem Hang zu jungen Männern. James ­Franco als in die Jahre gekommener Joe chargiert dagegen nah am Overacting. Auch der Rest des Cast ist mit Stars aus den 90ern hochkarätig besetzt, wie Molly Ringwald als Stephens Schwester und Alicia Silverstone als Seans Mutter.
Leider kann sich Regisseur Justin Kelly („I Am Michael“) nicht so recht entscheiden, welchen Film er drehen möchte. Als epischem Drama fehlt es den Charakteren an Tiefe und der Plot ist zu vorhersehbar, als Trash-Komödie im Porno-Business fehlt ihm schlicht der Witz.

King Cobra USA 2016, 92 Min., R: Justin Kelly, D: Garrett Clayton, Christian Slater, James Franco, Keegan Allen, Start: 12.1.

Bewertungspunkte4

https://www.tip-berlin.de/event/biografie/king-cobra/

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