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„King of Pigs“ im Kino

King of Pigs

Im Schattenreich von „King of Pigs“ scheint die Sonne niemals aufzugehen. Die Rahmenhandlung des südkoreanischen ?Anime-Debüts von Yeun Sang-ho erzählt von dem scheinbar lockeren Wiedertreffen zweier Männer nach langen Jahren der Funkstille, die in einem Lokal über ihre gemeinsame Schulzeit sinnieren. Dass in beider Leben etwas Gravierendes in Schräglage geraten ist, deuten die grimmigen Anfangsszenen an. Von da an führt der drückende Film in Rückblenden in die gemeinsamen Horror-Schuljahre zurück, eine Leidenszeit des Brutalo-Mobbings, in der die beiden Jungen zu den „Opfern“ zählen, Freiwild für die Gruppe angesagter, gut betuchter Alpha-Schüler. Eine dritte Figur tritt als eine Art glühender, negativer Heiland auf, der den Quälern mit den eigenen Waffen begegnet. Den daraus resultierenden Gewaltstrudel erzählt der Film drastisch und pessimistisch, die Figuren wandeln sich zunehmend zu fratzenhaften, geschundenen Kreaturen. Mitunter ist das quälend, gleichwohl von hoher Spannung.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Drop-Out Cinema

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „King of Pigs“ im Kino in Berlin

King Of Pigs (Dwae-ji-ui wang), Südkorea, 2011, 97 min, Regie: Yeun Sang-ho; Stimmen OF: Yang Ik-Joon, Oh Jeong-se, Kim Hye-na

Kinostart: Do 17.07.2014

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