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Kino Kurbel schließt die Pforten

Kurz vor Weihnachten wird sich im Traditionskino in Charlottenburg das letzte Mal der Vorhang für eine Filmvorführung öffnen.

Kino Kurbel
Foto: Luca Hader

Und wieder verschwindet ein traditionsreiches Lichtspielhaus aus der Berliner Kinolandschaft. Das Kino Kurbel in der Giesebrechtstraße in Charlottenburg zeigt am Mittwoch, den 21. Dezember seine letzte Vorstellung. Zum Abschied gibt es auf großer Leinwand noch einmal den Klassiker, mit dem das Kino in den Jahren 1954 bis 1956 Geschichte geschrieben hat. Damals lief „Vom Winde verweht“ 28 Monate am Stück – am 21. Dezember wird es eine letzte Vorstellung mit dem vierstündigen US-Klassiker geben.

Grund für die Schließung ist laut Betreiber Tom Zielinski eine erhöhte Mietforderung des Hausbesitzers. Dieser wolle nach Grundsanierung des Gebäudes lieber Geschäfte in seinem Anwesen als ein Kino, weil er sich von diesen höhere Mieten verspreche. „Wir hatten hier von Arthouse bis zu den großen Blockbustern so ziemlich alles im Programm“, äußerte Zielinski gegenüber der Berliner Zeitung. Damit ist ab Dezember dann Schluss.

Indes: Es gibt auch Hoffnung für die Berliner Kinobesucher, die gerne einen großen Bogen um die seelenlosen Multiplexe machen. Am kommenden Sonntag (23.10.) eröffnen Karlheinz Opitz, Peter Latta und Martin Erlenmeier das Studio am Bundesplatz wieder. Das Kino in Wilmersdorf hatte 1919 erstmals den Betrieb aufgenommen.

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