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„Klänge des Verschweigens“ im Kino

Klänge des Verschweigens

Die visuelle Umsetzung zeugt nicht immer von Einfallsreichtum: Ein wenig zu oft ist Filmemacher Stanjek selbst mit dem Auto oder im Zug fahrend zu sehen, unterwegs auf den Spuren seines Entertainer-Onkels Wilhelm Heckmann, der acht Jahre in Konzentrationslagern war, weil er schwul war. Geredet wurde darüber in der Familie kaum, bis Stanjek beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen und bei der Gelegenheit auch gleich noch einen Film zu drehen. Auf Augenhöhe mit ihm bewegen sich die Zuschauer nun durch das nur zögerlich sich lichtende historische Dickicht und fügen dem Großprojekt der deutschen Vergangenheitsbewältigung ein weiteres Puzzlestück hinzu.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Fritz Kornatz, SS / Cinetarium

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Klänge des Verschweigens“ im Kino in Berlin

Klänge des Verschweigens, ?Deutschland 2012; Regie: Klaus Stanjek ; 94 Minuten; FSK: k.A.

Kinostart: 26. September

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