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„Knowing“ mit Nicolas Cage

KnowingWenn die Kreationisten bei einem Hollywoodstudio einen Mys­tery-Thriller in Auftrag gäben, der von der Klimakatastrophe handeln soll und von der Apokalypse und nicht zu vergessen vom tieferen Sinn der ganzen Kosmos-Chose, dann könnte das Ergebnis ungefähr so aussehen wie Alex Proyas’ „Knowing“.
Auf seinem Höhenflug durch die niederen Gefilde von Philosophie, Religion und Esoterik sammelt dieser Film unter anderem die folgenden ungeklärten Mensch­­­heitsfragen und rätselhaften Phänomene ein: die Endzeitvisionen des Ezechiel, den göttlichen Funken, den Himmelswagen, einige Engel (oder Aliens, wer fragt da nach dem Unterschied?), Steine aus „Davy Jones’ Locker“, die Debatte um Freiheit und Determinismus, Sonneneruptionen sowie, beinah hätt ich’s vergessen, zwei, drei Katastrophensequenzen, die lärmend, brachial und eitel ihren Schauwertcharakter ausstellen. Spätestens als Adam und Eva und zwei weiße Kaninchen im Paradies auf den am Horizont lockenden Baum der Erkenntnis zulaufen, weiß man, wo man gelandet ist: in der Hölle der hanebüchenen Drehbücher, gleich neben der Geld-, Talent- und Zeitverschwen­dung.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: Uninteressant

Knowing, USA 2008; Regie: Alex Proyas; Darsteller: Nicolas Cage (John Koestler), Chandler Canterbury (Caleb Koestler), Rose Byrne (Diana Wayland); Farbe, 122 Minuten

Kinostart: 9. April 2009

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