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Kubrick-Projekt soll realisiert werden

Stanley KubrickDas Drehbuch lag bereits mehrere Jahre in der Schublade, dennoch hatte Stanley Kubrick es zu Lebzeiten nicht mehr geschafft „The Aryan Papers“ noch in die Tat umzusetzen. Nun soll das Projekt auf Wunsch der Familie des Filmemachers umgesetzt werden. Erste Dokumente zu dem Film wurden im Rahmen einer Ausstellung beim Edinburgh Festival veröffentlicht.
The Aryan Papers“ basiert auf dem Roman „Wartime Lies“ von Louis Begley. Die Umsetzung als Film soll Kubrick bereits kurz nach Erscheinen des Buches im Jahr 1991 geplant haben, befürchtete jedoch mit der Geschichte um eine polnische Jüdin, die gemeinsam mit ihrem Neffen vor den Nazis flieht, im Fahrwasser von „Schindlers Liste“ unterzugehen, der damals zeitgleich entstand. Also schob Kubrick das Projekt auf und konnte es schließlich nicht mehr realisieren.
Wie das Filmmagazin Empire Online berichtet, ist Jan Harlan, Schwager von Stanley Kubrick, der Meinung, dass es nun Zeit sei, das Projekt anzugehen. Als möglichen Regisseur nannte Harlan den aus Taiwan stammenden Ang Lee („Brokeback Mountain“). Lee’s aktueller Film „Taking Woodstock“ läuft am 3. September in den deutschen Kinos an.
„The Aryan Papers“ wäre nach „A.I. – Künstliche Intelligenz“ (2001, Regie: Steven Spielberg) bereits das zweite Kubrick-Projekt, das nach seinem Tod umgesetzt wird.

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