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Künstlerportärt: „Mark Lombardi – Kunst und Konspiration“

Mark_Lombardi_-_Kunst_und_KonspirationMark Lombardi war wahrscheinlich der einzige Künstler, dessen Werke auch für das FBI von Interesse waren. Nach den Anschlägen vom 11. September 2011 gingen Agenten in das Whitney Museum in New York, um sich eines der großformatigen Diagrammwerke zeigen zu lassen, auf denen Lombardi versuchte, globale Zusammenhänge sichtbar zu machen – zwischen den Ölgeschäften von George W. Bush, den Finanzierungsmethoden des islamistischen Terrorismus und anderen Angelegenheiten, zwischen denen selten Verbindungslinien gezeichnet werden.

Mareike Wegener sprach für ihr Dokumentarporträt „Mark Lombardi – Kunst und Konspiration“ mit Freunden und Weggefährten des Künstlers, der sich 2000 das Leben nahm. Sie suchte seinen Geburtsort und seine Familie auf, vor allem aber versucht sie zu erschließen, wie im Werk von Lombardi die Grenzen zwischen Kunst und Information, Recherche und Paranoia zu verschwimmen begannen – ein Bereich, in dem sie selbst auf die Grenzen der Diskretion verwiesen ist. Das entspricht durchaus der Methode von Lombardi, der nur von öffentlich zugänglichen Informationen ausging.    

Text: Bert Rebhandl
Foto: Real_Fiction Filmverleih
tip-Bewertung: Annehmbar

Mark Lombardi – Kunst und Konspiration im Kino in Berlin
Deutschland 2012;
Regie: Mareike Wegener;
79 Minuten; FSK 12;
Kinostart: 31. Mai

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