Kino & Stream

Kurdisches Filmfestival in Berlin

Ogul

Das kurdische Volk wird wohl auf absehbare Zeit keinen eigenen Staat bekommen. So bleiben die anderen Aspekte von Identität, nicht zuletzt die kulturellen. Wenn man auf das Programm des 6. Kurdischen Filmfestivals mit seinen nicht weniger als 45 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilmen blickt, dann kann man durchaus den Eindruck eines eigenen Nationalkinos bekommen, gerade deswegen, weil dieser Begriff hier weit zu fassen ist: Ayse Polats „Luks Glück“ (in dem es um alevitischen Pop geht) hat hier ebenso Platz wie Bahman Ghobadis „Nobody Knows about Persian Cats“ (über iranische Untergrundmusik). Eröffnet wird mit „Ogul“ („Der Sohn“/Foto) von Attila Cengiz, in dem man sehr gut das politische Spannungsfeld durchmessen kann, in dem Kurdistan zwischen Türkei, Iran und Irak liegt.

Text: Bert Rebhandl

Kurdisches Filmfestival, Fr 11. bis Fr 18.11., Cineplex Neukölln (Karli) und Eiszeit Kino

www.kurd-filmfestival.com

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