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Kurt Maetzig verstorben

Kurt Maetzig

Kurt Maetzig ist tot. Der Filmregisseur und Mitbegründer der DEFA verstarb am Mittwoch (8.8.) im hohen Alter von 101 Jahren in seinem Haus in Wildkuhl in Mecklenburg-Vorpommern.
Seine Werke „Ehe im Schatten“ (1947), „Der Rat der Götter“ (1950) oder auch „Der schweigende Stern“ (1960) und „Das Kaninchen bin ich“ (1965) gelten heute als Klassiker der DDR-Filmhistorie, in denen er seine Haltung zu Politik und Gesellschaft artikulierte. Von 1954 bis 1964 war er Rektor an der von ihm mitbegründeten Deutschen Hochschule für Filmkunst, die heute den Namen Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ trägt. 1946 schuf er die erste deutsche Nachkriegswochenschau „Der Augenzeuge“. Ein Jahr später erhielt er für seinen Film „Ehe im Schatten“, der sich als erster Nachkriegsfilm mit dem Antisemitismus auseinandersetzte, den ersten Bambi für den erfolgreichsten Film.

Die DEFA-Stiftung und das Filmmuseum Potsdam zeigen am 24. August um 18 Uhr zum Gedenken an den Regisseur seinen Film „Ehe im Schatten“, Filmmuseum Potsdam, Marstall/Breite Straße 1a, Potsdam

Foto: Jörg Leopold

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