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Kurzfilm-Anthologie „Fucking Different XXX“

Fucking_Different_XXXZu den Konventionen von Pornos gehört es, dass sie sich mit Handlung (im Sinne von Plot) nicht lange aufhalten, sondern in der Regel zügig zur Sache kommen. Das gilt so auch für die Kurzfilm-Anthologie „Fucking Different XXX“, die acht Beispiele für Queer Porn Crossover versammelt. Wenn da ein Mann im Grünen liegt und Goethes „Faust“ (kommentiert von Erich Trunz, also in einer guten, allerdings nicht der kanonischen Ausgabe) liest und ein anderer Mann aus den Büschen tritt, dann muss das auch schon reichen – der Rest ist Sex. In der „Fucking Different“-Reihe liegen schon mehrere Sammlungen von schwul-lesbischen Selbstverständigungsfilmen aus vielen Orten der Welt vor. „XXX“ fügt dem nun ausdrücklich pornografische Beiträge hinzu – mit der Besonderheit, dass die Filmemacher dabei jeweils das andere Geschlecht in den Mittelpunkt ihrer Szenen gestellt haben: Eine queere Zärtlichkeit überlagert so die zum Teil natürlich auch härteren Fetischszenen.      

Text: Bert Rebhandl
Foto: Sara Svaertan Persson
tip-Bewertung: annehmbar

Fucking Different XXX im Kino in Berlin
Deutschland 2011; Regie: Kristian Petersen u.a.; 94 Minuten;
FSK 18;
Kinostart: 9. Februar

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