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„Lady Vegas“ im Kino

Lady Vegas

Wenn Stephen Frears schon nicht darüber nachdenken mag, was eigentlich der gemeinsame Nenner seiner doch sehr unterschiedlichen Filme ist (siehe „Ein Interview mit Stephen Frears über ‚Lady Vegas'“), dann müssen diesen Job wohl tatsächlich die Kritiker erledigen. Und zumindest ein verbindender Faktor lässt sich feststellen: Frears‘ Filme haben einen Humor, der ähnlich staubtrocken daherkommt wie der Mann selbst. Je nach Genre mal mehr oder weniger präsent, und folglich auch in „Lady Vegas“ anzutreffen, einer im Milieu der Sportwetten angesiedelten, ebenso sympathischen wie harmlosen Komödie. Bruce Willis, der sich in gesetzterem Alter immer mehr auf vergnügliche Selbstironie verlässt, spielt dieses Spiel ebenso mit wie Catherine Zeta-Jones (als seine vermeintlich eiskalte und geliftete Ehefrau), was deutlich amüsanter wirkt als die naiv-dauerstrahlende Rebecca Hall und die völlig unverständliche Story: Auch nach anderthalb Stunden hat man absolut keine Ahnung, womit sich diese Leute den ganzen Tag beschäftigen. Die komplexen Beziehungen der Figuren zueinander sorgen letztlich dafür, dass dies nicht allzu unangenehm auffällt.

Text: Lars Penning

Foto: Frank Masi, SMPSP / Dink, LLC. / Wild Bunch Germany

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Lady Vegas“ im Kino in Berlin

Lady Vegas (Lay the Favorite), USA/Großbritannien 2012; Regie: Stephen Frears; Darsteller: Bruce Willis (Dink Heimowitz), Rebecca Hall (Beth Raymer), Catherine Zeta-Jones (Tulip Heimowitz); 97 Minuten; FSK 12

Kinostart: 19. Juli

Lesen Sie hier: „Ein Interview mit Stephen Frears zu Lady Vegas“

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