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„Las insoladas – Sonnenstiche“ im Kino

Las insoladas

Hier kommt die Sonne! Mit der Melodie von den Beatles beginnt Gustavo Tarettos „Las insoladas“, in dem ein paar argentinische Frauen einen ganzen Tag auf einer Terrasse zubringen und von einer revolutionären Reise nach Kuba träumen. Die Zeit verdampft wie das Wasser in der Hitze, die Temperaturen steigen bis auf fast 40 Grad, die Frauen „kochen“, eine erleidet schließlich einen Sonnenstich.
Die Gespräche über das Aussteigen und über die Vorbereitung auf einen Salsa-Wettbewerb gehen mehrfach im Kreis und geben Taretto die Möglichkeit, seiner „Mannschaft“ aus chicas im Plauderton doch nuanciertes Profil zu geben. Vale, Kari, Flor, Vicky, Sol, Lala, alle haben etwas auf dem Herzen (ist es Ausbeutung, wenn man in einem Porno mitspielt?) oder eine Theorie im Kopf (zum Beispiel über chromotherapeutisches Obst). „Las insoladas“ wirkt wie ein kurzer, vergnüglicher Urlaub.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Rizoma

Orte und Zeiten: „Las insoladas – Sonnenstiche“ im Kino in Berlin

Las insoladas – Sonnenstiche (Las insoladas), Argentinien 2014; Regie: Gustavo Taretto; Darsteller: Carla Peterson (Flor), Luisana Lopilato (Lala), Marina Bellati (Valeria); 102 Minuten

Kinostart: Do, 06. August 2015

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