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„Lauf, Junge, lauf!“ im Kino in Berlin

Lauf, Junge, lauf!

Die abenteuerliche, auf dem gleichnamigen Tatsachenroman von Uri Orlev basierende Überlebensgeschichte zeigt, wie ein neunjähriger jüdischer Junge nach seiner Flucht aus dem Warschauer Ghetto bis zum Ende der Naziherrschaft zunächst in den Wäldern des Umlandes untertaucht, wo er auf andere Flüchtlingskinder und Partisanen stößt. Nachdem er im Winter 1942/43 von einer gütigen Bäuerin vor dem Erfrieren gerettet wird, befolgt er ihren Rat, nimmt eine neue Identität als katholischer Waisenknabe an und findet so Unterschlupf bei hilfsbereiten Dorfbewohnern.
Die kinder- und fernsehgerecht inszenierte Handlung mit malerischen Landschaftsaufnahmen kulminiert in einigen dramatischen Szenen, die zeigen, wie er in letzter Sekunde einem perfiden SS-Offizier entwischt, der ihn erschießen will. Oder wie die Weigerung eines Nazi-Arztes, Juden zu behandeln, dazu führt, dass der Junge seinen rechten Arm verliert. Im historischen Kontext geht es anhand der Hauptfigur, die sich vom Juden zum Katholiken wandelt und dann wieder zum Judentum bekehrt wird, um die Bedeutung konfessioneller und ethnischer Identität.

Text: Ralph Umard

Foto: Hagen Keller / NFP

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Lauf, Junge, lauf!“ im Kino in Berlin

Lauf, Junge, lauf!, ?Deutschland/Frankreich/Polen 2013; Regie: Pepe Danquart; ?Darsteller: Andrzej Tkacz (Srulik/Jurek), Kamil Tkacz (Srulik/Jurek), Elisabeth Duda (Magda Janczyk); 112 Minuten; FSK k.?A.

Kinostart: 17. April

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