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„Lauras Stern und die Traummonster“ im Kino

Lauras Stern und die Traummonster

Seit „Lauras Stern“ (2004) muss sich Thilo Graf Rothkirch, Deutschlands erfolgreichster Animationsfilmproduzent und -regisseur der letzten zehn Jahre, mit seinen Filmen zu Recht immer wieder an der künstlerischen Qualität messen lassen, die er mit eben jenem Werk (nach den Bilderbüchern von Klaus Baumgart) erreicht hatte. Inspiriert von Miyazakis Animes entfaltete sich in attraktiven Zeichnungen eine Geschichte, welche die abwechslungsreichen fantastischen Erlebnisse von Laura und ihrem kleinen Bruder Tommy ganz selbstverständlich aus den Lebensumständen und dem Spiel der Kinder herleitete, ohne dabei auf die dramaturgische Karte des Angstmachens zu setzen. Doch leider sind Rothkirch und seine Mitarbeiter nun in „Lauras Stern und die Traummonster“ ebenfalls bei der im deutschen Kinderfilm so beliebten Angst angekommen. Natürlich sind die Monster wie üblich eher dumm und albern, damit sie nicht zu viel Schrecken verbreiten, doch die Frage bleibt: Warum überhaupt? Dazu kommt in diesem Fall eine auf Dauer eher langweilige monothematische Ausrichtung auf eine Traumwelt, deren rosa-lilafarbenes Zuckerbäckerdesign auch längst nicht das Niveau der Stadtansichten des ersten Films erreicht. Eine weitere kleine Enttäuschung.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Lauras Stern und die Traummonster“ im Kino in Berlin

Lauras Stern und die Traummonster, Deutschland 2011; Regie: Ute von Münchow-Pohl, Thilo Graf Rothkirch; 65 Minuten; FSK 0

Kinostart: 13. Oktober

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