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„Le Mac – Doppelt knallt\s besser“ im Kino

Le Mac - Doppelt knallt's besser

Auch die filmkunstverliebte Grande­ Nation entblößt sich immer wieder mit einer Schwäche für schlechte Komödien. „Le Mac“ scheint auf den ersten Blick in diese Sparte zu passen und schafft zunächst tatsächlich beste Voraussetzungen für gröbste Albernheiten: Zu Beginn wird der sanftmütige, ängstliche Banker Gilbert (Josй Garcia) aufgrund eines versehentlichen Mordes von der Polizei unter Druck gesetzt und muss im Rotlicht- und Gangstermilieu als Undercoverspitzel für seinen unbekannten, getürmten Zwillingsbruder Ace (ebenfalls Garcia) einspringen: ein durchtätowiertes, sexistisches Macho­großmaul mit Minipli und Wanze im Brustwarzenpiercing. Mit simpelster Verwechslungskomödie hält sich der Film nach Gilberts Verwandlung allerdings nicht lange auf. Der gleitende Metierwechsel mit Slapstickmomenten erfolgt hier in einer Retrocool-Inszenierung und wird dabei mal mehr, mal weniger smart mit Tarantino- und anderen Genrereferenzen ausgekleidet. Damit platziert sich „Le Mac“ zwischen Gangsteraction und Persiflage, ist aber trotz abnehmender Gagdichte immer noch besser und spaßiger, als es der dämliche deutsche Titel vermuten lässt.

Text: Sascha Rettig

Foto: Christine Tamalet

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Le Mac – Doppelt knallt’s besser“ im Kino in Berlin

Le Mac – Doppelt knallt’s besser (Le mac), Frankreich 2010; Regie: Pascal Bourdiaux; Darsteller: Josй Garcia (Ace / Gilbert Chapelle), Gilbert Melki (Tiago Mendиs), Eric Defosse (Franky); 92 Minuten; FSK 12

Kinostart: 21. April

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