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„Leg ihn um – Ein Familienfest“ im Kino

Leg ihn um - Ein Familienfest

Der Unternehmer August Manzel ist alt und todkrank. Von seinen vier Kindern hält der Zyniker so wenig, dass er ihnen bei einem Familientreffen eröffnet: Wer ihn innerhalb einer Woche ins Jenseits befördert, erbt Firma und Vermögen. Ein brutaler Einfall, den zunächst keiner in der Familie ernst nehmen will. Doch dann siegt die Gier, und einer nach dem anderen entwickelt die unglaublichsten Tötungsszenarien. Innerfamiliäre Abgründe sind ein beliebter Komödienstoff. Nach ersten Entwürfen ließ „Leg ihn um“ genügend Potenzial für Galliges erwarten. Dank Crowdfunding konnte Regisseur Jan Georg Schütte sein neuestes Oeuvre in einer Woche Drehzeit realisieren. Zeitknappheit und ein eingespieltes Team vermögen für Frische bei schnellen schwarzen Komödien zu sorgen. Schade nur, dass in „Leg ihn um“ davon nichts zu sehen ist. Die vorgeführte Welt der Reichen und Gelangweilten ist stattdessen satt an Klischees. Kein Gag ist Schütte zu schal, keine Figur zu dämlich, kein Moment vermag auch nur halbwegs zu überraschen.

Text: Cristina Moles Kaupp

Foto: Andreas Weiss / Aries Images

tip-Bewertung: Ärgerlich

Orte und Zeiten: „Leg ihn um – Ein Familienfest“ im Kino in Berlin

Leg ihn um – Ein Familienfest, Deutschland 2012; Regie: Jan Georg Schütte; Darsteller: Oliver Sauer (Karl Manzl), Stephan Schad (Hugo Manzl), Susanne Wolff (Silvia Manzl); 105 Minuten; FSK 16

Kinostart: 7. März

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