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„Limbo“ im Kino in Berlin

Limbo

Sara ist in der Theaterklasse einer dänischen Schule das Mädchen, das wie von selbst für die Rolle der Antigone in Frage kommt. Sie hat eine starke ?Präsenz, auch ihre Intelligenz ist unübersehbar. Anna Sofie ?Hartmann achtet in ihrem Film „Limbo“ allerdings darauf, dass sich kein Protagonist zu stark in den Vordergrund drängt. So bleibt auch die unerfüllte Liebe von Anna zu der Projektlehrerin Karen nur eine Facette eines Films, der vor allem durch konzeptuelles Interesse überzeugen möchte.
Hartmann hat in ihrer Heimatstadt gedreht, viele der Einstellungen wirken dokumentarisch, und dort, wo die Geschichte einmal dramatisch wird, enttäuscht die Regisseurin in ihrem DFFB-Abschlussfilm besonders rigoros alle konventionellen Wünsche, zu wissen, „wie es weitergeht“. Man muss sich vieles zusammenreimen in einem Film, der in seiner dezidierten Offenheit doch arg spröde bleibt.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Peripher

Orte und Zeiten: „Limbo“ im Kino in Berlin

Limbo, Deutschland/Dänemark 2014; Regie: Anna Sofie Hartmann; Darsteller: Annika Nuka Mathiassen (Sara), Sofia Nolsшe Mikkelsen (Karen), Laura Gustavsen (Louise); 80 Minuten

Kinostart: Do, 24. September 2015

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