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„Lola auf der Erbse“ im Kino

Lola auf der Erbse

Lola schläft zwar auf der Erbse, träumt aber nicht davon, Prinzessin zu sein. Ihr Traum ist ein anderer: dass ihr Vater zurückkommt, der vor zwei Jahren einfach verschwunden ist und ihr nun Schlaflieder aus dem Foto neben dem Bett heraus singt. Und „Erbse“ ist der Name des Hausboots im Villa-Kunterbunt-Stil, auf dem die Elfjährige und ihre Hippiemutter als beargwöhnte wie bewunderte Außenseiter des kleinen Dorfes leben.
Als der scheue Flüchtlingsjunge Rebin in Lolas Klasse kommt, erkennen sich die beiden als natürliche Verbündete. Doch dann braucht Rebins Familie Lolas Hilfe in einer existenziellen Notlage, und ausgerechnet Mamas neuer Lover mit dem komischen Schnauzbart erweist sich als Retter in der Not. Am Ende ist das ganze Dorf etwas offener und bunter geworden, und Lola ein Stück erwachsener. Weil der Film so charmant und vorhersehbar unkonventionell ist wie der lichterkettenbehangene alte Kahn, werden pädagogischer Mehrwert und flüchtlingspolitisches Diskussionspotential weitgehend irritationsfrei mitgeliefert.

Text: Stella Donata Haag

Foto: SABINE FINGER / Farbfilm Verleih

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Lola auf der Erbse“ im Kino in Berlin

Lola auf der Erbse, Deutschland 2014; Regie: Thomas Heinemann; Darsteller: Tabea Hanstein (Lola), Christiane Paul (Loretta Lachmann), Tobias Oertel (Kurt); 90 Min.

Kinostart: 04. September 2014

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