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„Lone Ranger“ im Kino

Lone Ranger

Über diesem Film liegt der „Fluch der Karibik“: Nach der amüsanten Neubelebung des Piratengenres vor zehn Jahren (und den erfolgreichen Sequels) haben sich Produzent Bruckheimer, Regisseur Verbinski und Hauptdarsteller Johnny Depp nunmehr daran gemacht, das Westerngenre mit ähnlichen Blockbustermethoden und -zutaten aufzumischen. Johnny Depp verlagert als Indianer Tonto die Manierismen des Piratenkapitäns Jack Sparrow kurzerhand in die Prärie, während eine Vielzahl von Gags und spektakulären Action­sequenzen eine komplizierte und blutige Rache-Story aufpeppen soll. Doch was beim bunt-burlesken Piratentreiben gut funktionierte, klappt in dieser eigentlich sehr ernsten Geschichte überhaupt nicht. Stattdessen treten die Baustellen des Films im Laufe der zusehends endlos erscheinenden 149 Minuten Spieldauer immer deutlicher zutage: Die Gags wirken hoffnungslos unmotiviert, die weibliche Hauptfigur spielt kaum mehr als eine Nebenrolle, der Titelheld ist und bleibt bis zum Schluss ein Volltrottel. Letztlich ist es am stets ganz vergnüglich anzusehenden Johnny Depp, den gesamten Karren aus dem Dreck zu ziehen, was ihm angesichts der Vielzahl der Probleme allerdings nur bedingt gelingt.

Text: Lars Penning

Foto: Peter Mountain / Disney Enterprises, Inc. and Jerry Bruckheimer Inc.

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Lone Ranger“ im Kino in Berlin

Lone Ranger (The Lone Ranger), USA 2013; Regie: Gore Verbinski; Darsteller: Johnny Depp (Tonto), Armie Hammer (John Reid alias Lone Ranger), Tom Wilkinson (Latham Cole); 149 Minuten; FSK k.?A.

Kinostart: 8. August

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