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„Lone Survivor“ im Kino

Lone Survivor

Ein geheimer Einsatz von vier US-Elitesoldaten im Kampfgebiet afghanischer Taliban-Milizen wird unerwartet zum Himmelfahrtskommando, als ihr Versteck in einem Gebirgswald von Ziegenhirten an die Muslim-Rebellen verraten wird, die mit großer Übermacht angreifen. Nur einer der Amerikaner, Marcus Luttrell, überlebt das Feuergefecht. Dieser Offizier hat das Desaster, das im Juni 2005 tatsächlich geschah, in einem autobiografischen Buch mit Pathos und Polemik verbrämt geschildert. Peter Berg hat daraus einen gradlinigen Actionfilm gemacht, der im Prinzip nach Westernschema funktioniert: Mit den Taliban als Indianern, die reihenweise abgeknallt werden, und heroischen Yankees auf verlorenem Posten. Der Unterschied besteht in der ungeheuren Intensität und Authentizität, mit der das Kampfgeschehen derart hautnah gefilmt wurde, dass man meinen könnte, selber im Kugelhagel zu hocken. Verstärkt wird die Bildwirkung noch durch das oscarnominierte Sounddesign, mit atemlosen Keuchen, knarzendem Boden, Fliegengesumm und pfeifenden Querschlägern. Am Ende wirkt das Ganze wie ein filmisches Heldendenkmal für US-Krieger, die sich durch männliche Härte, eisernen Willen und kameradschaftliche Treue auszeichnen.

Text: Ralph Umard

Foto: SquareOne / Universum

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Lone Survivor“ im Kino in Berlin

Lone Survivor, USA 2013; Regie: Peter Berg; Darsteller: Mark Wahlberg (Marcus Luttrell), Taylor Kitsch (Michael Murphy), Emile Hirsch (Danny Dietz); 122 Minuten; FSK 16

Kinostart: 20. März

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