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„The Loneliest Planet“ im Kino

The Loneliest Planet

Nica und Alex, zwei junge Menschen aus dem Westen, sind in Georgien unterwegs. Sie sind perfekt ausgerüstet für einen Treck durch einsame Gegenden, für den sie Dato als Führer gebucht haben: einen unauffällig athletischen Mann in mittleren Jahren, der gelegentlich in gebrochenem Englisch einen Witz erzählt. Nica und Alex sind ein Liebespaar, das sich in der fremden Kultur und schließlich in der Dreierkonstellation auf der Wanderung seiner Handlungen nicht immer ganz sicher ist: Welche Intimität ist möglich, und welches Begehren richtet sich auf die beiden?
Ihre Beziehung wird durch einen Vorfall bei einer Begegnung mit Bergbewohnern, durch eine spontane Geste, die aber weitreichende Implikationen hat, in eine Krise gestürzt, für die aber eigentlich keine Zeit ist, denn das Wetter und die Berge verlangen ihnen alles ab. Julia Loktev („Day Night Day Night“, eine ambivalente Parabel über den Terrorismus) entwickelt in „The Loneliest Planet“ ein zivilisationskritisches Kammerspiel in freier Natur und findet dabei zumeist die richtige Balance zwischen psychologischem (auch kulturellem) Konflikt und elementarer Erfahrung.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Camino Filmverleih

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „The Loneliest Planet“ im Kino in Berlin

The Loneliest Planet, USA/Deutschland 2011; Regie: Julia Loktev; Darsteller: Gael Garcнa Bernal (Alex), Hani Furstenberg (Nica), Bidzina Gujabidze (Dato); 113 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 3. Januar

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