Kino & Stream

Lothar Lambert-Filme in der Brotfabrik

Lothar LambertMit 65 schalten viele einen Gang zurück. Manche widmen sich dann gepflegt unaufgeregten Hobbys, erfreuen sich
am nachmittäglichen Kaffee-Kuchen oder überwintern auf den Kanarischen Inseln. Nicht so Lothar Lambert. Die Ikone des wahrhaft unabhängigen Filmemachens steht nach wie vor mit beiden Beinen im Kiez. Seit 1971 hat Lambert 33 Filme vollendet und dreht nach wie vor weiter. Seine kleinen Dokus und gern angenehm abseitigen Alltagstra­gikomödien im charmanten Lowest-Budget-Stil kreisen
um die Suche nach Liebe und Anerkennung ebenso wie um Sex in unterschiedlichsten Spielarten. Um all das zu würdigen, widmet das Kino in der Brotfabrik dem Filmemacher zum 65., den er am 24. Juli feiert, nun eine kleine Geburtstagshommage. Dafür hat sich Lambert selbst seine drei Lothar-Lieblingsfilme ausgesucht: „Du Elvis, ich Monroe“ gehört dazu, weil er Lamberts längst vergangenes Nostalgie-Kreuzberg vor dem Mauerfall zeigt; „Die Alptraumfrau„, weil er sein einziger kommerzieller Erfolg war, und „1 Berlin-Harlem„, weil er laut Lambert wegen seiner angeblichen Schamlosigkeit so oft angegriffen und später trotzdem in die Sammlung des New Yorker Museums of Modern Art
aufgenommen wurde.

Text: Sre

Foto: Harry Schnitger/tip

Lambert’s Personal Best, Brotfabrik
„Du Elvis, ich Monroe“ (23.+24.7.), „1 Berlin-Harlem“ (25.-27.7.), „Die Alptraumfrau“ (28.+29.7.), jeweils 22 Uhr

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