Kino & Stream

Lothar Lambert

Die Berlinale wird 60 und wir haben dies zum Anlass genommen, 15 Regisseuren und Festivalmachern einen Fragebogen zu schicken, um uns von ihren schönsten und schrecklichsten Berlinale-Erlebnissen zu erzählen. In unserer kleinen Serie zum Aufwärmen auf die Berlinale stellen wir heute den Fragebogen eines echten Berlinale-Stammgastes vor: Lothar Lambert.
In unserem Berlinale-Album stellen wir sechs Personen vor, die bei der Jubiläums-Berlinale 2010 eine ganz besondere Rolle spielen werden. Heute steht „Gegen die Wand“-Star Sibel Kekilli im Mittelpunkt unseres Kurzporträts.

 

Lothar LambertZur Person: Lothar Lambert

Geboren am 24. Juli 1944 in Rudolstadt (Thüringen), lebt in Berlin.
Hintergrund/Werk: Lothar Lambert macht seit den frühen 70er Jahren unabhängiges Kino. Im Lauf der Jahre hat er ein dichtes und leidenschaftliches Porträt diverser Berliner Subkulturen geschaffen, mit freimütiger Thematisierung von (nicht nur) schwul-lesbischer Sexualität.
Berlinalefilme: Seit 1972 ist Lothar Lambert Stammgast auf der Berlinale, damals war „Ex und hopp“ zu sehen. Gefühlter Rekordhalter im Panorama:?Meist fanden seine Filme hier ihre Heimstatt, 1984 lief „Fräulein Berlin“ als Sondervorführung im Wettbewerb.
Demnächst: Dreharbeiten zu „Rückkehr ins tiefe Tal der Therapierten“. In diesem Jahr zeigt das Panorama seinen aktuellen Film „Alle meine Stehaufmädchen“, in dem auch Erika Rabau auftritt.

Fragebogen Lothar Lambert

 

Sibel Kekili – Ihr Film „Der Fremde“ im Panorama

Sibel Kekilli auf der BerlinaleEine Deutschtürkin wagt den Ausbruch, verlässt ihren Mann in Istanbul und probiert gegen äußerste Widerstände einen Neuanfang in Berlin. Wie ihre Figur in Feo Aladags Panorama-Beitrag „Die Fremde“ hat auch Sibel Kekilli familiäre Erschütterungen hinter sich. Grund dafür war allerdings die Boulevardpresse, die sich über ihre Hardcore-Vergangenheit hermachte – gerade als die Schauspiel-Newcomerin 2004 mit Fatih Akins Berlinale-Triumph „Gegen die Wand“ ihren Durchbruch feierte. Ihre Filmkarriere hat sie in den vergangenen Jahren dennoch kontinuierlich weiterverfolgt, etwa mit Hans Steinbichlers „Winterreise“ oder kürzlich in Dieter Wedels TV-Zweiteiler „Gier“.

Text: SR

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