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love, peace & beatbox porträtiert Beatboxszene

wetlipz_piratIn seiner Dokumentation love, peace & beatbox porträtiert Regisseur Volker Meyer-Dabisch die Berliner Szene, die sich einmal mehr zum Wettstreit um das Goldene Mikrophon versammelt: Der deutsche Meister Mando und seine Kollegen wie DJ Mesia, Wetlipz und MC Pirat erzählen von ihrem Werdegang und präsentieren ihre Kunst sympathisch, humorvoll und durchaus selbstironisch.
Was Meyer-Dabisch insbesondere herausarbeitet, ist die gewollte Distanz der Szene zu den Ich-ficke-deine-Mutter-Rappern (wie sie Bee Low nennt), die von den Protagonisten als eher anstrengend und infantil erachtet werden. Stattdessen betonen sie lieber das Gemeinschaftsgefühl, geben Workshops und erklären schon dem Nachwuchs im Kinderladen, wie es richtig geht mit dem Beatboxing. Das alles ist überwiegend spaßig und nur ein ganz klein wenig anstrengend, vor allem für Uneingeweihte, die akzeptieren müssen, dass hier ein Dauerfeuer an Berliner HipHop-Slang auf sie niederprasselt.    

Text: Lars Penning

love, peace & beatbox
Deutschland 2007; Regie: Volker Meyer-Dabisch; Farbe, 70 Minuten
Kinostart: 25. September 2008
Neue Musikfilme laufen auch auf den Festivals „Unerhört!“ im Eiszeit-Kino und Cinema Rocks im White Trash Fast Food

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