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„Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen“ von Josh Boone

Love Stories - Erste Lieben, zweite Chancen

Allein mit der Wirklichkeit als Inspiration für die Schriftstellerei wäre für die Familie aus „Stuck in Love“ jede Schreibblockade ausgeschlossen. Denn in Josh Boones prominent besetztem Regiedebüt arbeiten sich ein berühmter Schriftsteller und sein literarisch ambitionierter Nachwuchs auf unterschiedliche Weise an den Herausforderungen der Liebe ab: William Borgens (Greg Kinnear) trauert immer noch seiner Frau (Jennifer Connelly) nach, die ihn längst verlassen hat. Tochter Samantha (Lily Collins), bei der demnächst die erste Romanveröffentlichung ansteht, stürzt sich derweil in unverbindliche Abenteuer, bis sie auf den hartnäckigen Lou trifft. Und der zurückhaltende Sohn Rusty hofft auf die erfolgreiche Eroberung seiner Mitschülerin Kate.
Obwohl Boone seine Handlung mit viel Konflikt und Drama füllt, wird es hier niemals zu schmerzhaft – und trotz aller Schwierigkeiten niemals ausweglos kompliziert. Bis zum vorhersehbar aufgeräumten Finale inszeniert der Regisseur all die sensiblen Herzensangelegenheiten vielmehr mit leicht gesüßter Gefälligkeit; die braun-beigen Bilder sind wohlig warm durchströmt. Und darüber legt sich ein Soundtrack aus Songs von Conor Oberst und anderen Folk-Melancholikern. Wenig mutig begnügt sich Boone so mit den allzu hinreichend bekannten stilistischen Mitteln des US-Independent-Kinos.

Text: Sascha Rettig

Foto: Senator Home Entertainment

tip-Bewertung: Annehmbar

Love Stories – Ersten Lieben, zweite Chancen (Stuck in Love), USA 2012; Regie: Josh Boone; Darsteller:Greg Kinnear, Lily Collins, Jennifer Connelly; 97 Minuten. Erschienen bei Senator

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