Satire

„Lowlife Love“ im Kino

Weg vom Porno – Lowlife Love blickt auf die Low-Budget-Szene Japans.

In Japan hat der Umstand, dass so manche Indie-Filmproduktion nur finanzierbar ist, weil die Regisseure nebenbei Erotikfilme machen, ein eigenes Genre hervorgebracht. Die „Pinku eiga“-Filmszene wird in dieser misanthropischen Satire beleuchtet. Regisseur Testuo wohnt mit 39 noch bei Muttern und produziert schrottige Pornos. Trotzdem muss er sich dauernd Geld leihen. Nun soll mit der süßen ­Minami und dem Skript des jungen Ken der Durchbruch kommen.

Das Budget diess Films betrug weniger als 40.000 Euro – was selbst für eine Lowbudget-Produktion wenig ist. Trotz der schlechten ­Laune, die dieser Film mitunter verbreitet: Er ist gut besetzt, hat sehenswerte Momente, und das letzte Viertel birgt einige Überraschungen. Doch dramaturgisch zieht sich dieser fast zweistündige Film.

Text: Stephanie Grimm

Gesu no ai (OT), J 2015, 110 Min., R: Eiji Uchida, D: Kiyohiko, Shibukawa, Maya Okano, Denden, Start: 18.8.

Bewertungspunkte3

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