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Komödie

„Lucky Loser – Ein ­Sommer in der Bredouille“ im Kino

Raus nach Brandenburg

Foto: Neue Schönhauser Filmproduktion

Mike ist Autowäscher, Ende 40. Typ liebenswerter Chaot. Die Beziehungspause zu seiner großen Liebe Claudia dauert jetzt neun Jahre. Die angehende Chef-Ärztin Claudia hat längst einen Neuen, und die 15-jährige Tochter Hannah will weg von der Mutter und ungestört mit ihrem älteren Freund turteln. Doch Mike ist aus seiner Wohnung geflogen und resi­diert im ranzigen Wohnanhänger. Mit einem Camping-Urlaub im Brandenburgischen für Vater und Tochter rettet sich Mike vorübergehend aus der Bedrängnis.

Regisseur Nico Sommer firmiert unter dem Label „Deutscher Mumblecore“, worunter sich jene Filme subsummieren, denen trotz Minimalbudget, Laiendarstellern, losem Drehbuch und viel Improvisation ein stimmig packendes Ergebnis gelingt. Mit „Silvi“ und „Familienfieber“ bewies Sommer, um was es ihm geht: Nähe zu Sympathieträgern jenseits der 40, die sich mit den Widrigkeiten des Alltags auseinandersetzen. ­„Lucky Loser“ hatte ein größeres Budget, Zeit und ein richtiges Drehbuch. Das Ergebnis wirkt geschliffener, auch bemühter – von den Dialogen bis zur Campingplatz-Location. Spannung stellt sich kaum ein, es wird sich alles fügen.

Lucky Loser D 2017, 94 Min., R: Nico Sommer, D: Annette Frier, Peter Trabner, Kai ­Wiesinger, Emma Bading, Start: 10.8.

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