Melodram

„Ma Ma – Der Ursprung der Liebe“ im Kino

„Wir sollten im Leben vor allem versuchen, glücklich zu sein, und dann andere dazu bringen, es auch zu sein.“

Foto: MFA+ Film Distribution

Für den spanischen Regisseur Julio Medem ist dies die Kernaussage seines neuen Films, mit dem er sich seinem Landsmann Pedro Almodóvar annähert. Denn wie diesem gelingt es Medem hier, eine Geschichte auf Arztroman-Niveau durch die künstlerische Umsetzung zu einem intensiven Filmerlebnis zu machen.
Im Zentrum der Handlung steht Magda (Penélope Cruz), die nicht nur von ihrem Mann sitzengelassen wird, sondern auch erfahren muss, dass sie Brustkrebs hat. Der wichtigste Mensch in ihrem Leben ist ihr kleiner Sohn Dani, ein Ass im Fußball. Das fällt auch Arturo (Luis Tosar) auf, einem Scout für Real Madrid, dessen Frau und Tochter gerade einen tödlichen Unfall hatten. Das harte Schicksal schweißt Magda und Arturo zusammen, bald wird Magda schwanger… Zugegeben, das ist starker Tobak, doch die Inszenierung mit der exzessiven Farbgebung, der fließenden Kamera, der Musik von Alberto Iglesias und den guten Darstellern befreit die Geschichte weitgehend vom Kitsch. So wohnen wir einem Melodram bei, das beeindruckt und befreiend offen mit der Brustamputation Magdas umzugehen weiß.

Ma Ma E/F 2015, 123 Min., R: Julio Medem, D: Penélope Cruz, Luis Tosar,  Asier Etxeandia, Start: 30.6.

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