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„Machete“ im Kino

Machete

Dass es Trailer zu noch gar nicht existierenden Produktionen gibt, kommt vor im spekulativen Filmgeschäft, aber Robert Rodriguez’ jüngstes Projekt hat den bekannten Rahmen doch noch erweitert. „Machete“, der Spielfilm, ist ein Spin-off des „Grindhouse“-Doublefeature-Projekts von Tarantino und Rodriguez respektive des in die Mitte gesetzten Fake-„Machete“-Trailers zum damals nicht existierenden Film. Das Schlachtfest rief so große  Begeisterung hervor, dass Ro­driguez und sein Ko-Regisseur Ethan Maniquis beschlossen, dem Kurzfilm längeres Leben einzuhauchen.
Der narbengesichtige Danny Trejo kämpft nun an der Seite von Michelle Rodriguez gegen die korrupte, brutale Rechte der USA (Robert De Niro und Don Johnson), für das Existenzrecht der Latinos und schneidige Macheten-Action. Ein unerwartet amüsanter Ausflug ins Fabelland der Exploitation samt sexy Untergrund-Krankenschwestern mit Maschinenpistolen, Gewalt-  und Racheexzessen, aber auch: re­alistisch grundiertem Liberalismus. So unterhaltsam und erhebend wurde der Befreiungskampf der Erniedrigten und Beleidigten schon lange nicht mehr inszeniert.

Text: Robert Weixlbaumer

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Machete“ im Kino in Berlin

Machete, USA 2010; Regie: Robert Rodriguez; Darsteller: Danny Trejo (Machete), Michelle Rodriguez (Luz), Robert De Niro (Senator McLaughlin); 105 Minuten; FSK 18

Kinostart: 4. November

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