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„Mad Max: Fury Road“ im Kino

Er hat nicht den B-Picture-Charme des Originals und nicht den schrägen Humor des 2. Teils. Abgesehen von einem E-Gitarristen, der die Krieger wie in frühen Zeiten mit Musik ins Gefecht begleitet, ist der neue „Mad Max“, eine Genre-Mix aus postapokalyptischem Western und Kriegsfilm, wenig witzig.  Aber er ist überreich an fantastischen Bildideen, grotesken Gestalten und bizarren Fahrzeugen, die akrobatischen Stunts sind zirkusreif, die furiosen PS-Schlachten stellen alles bisher Gesehene in den Schatten. Gedreht mit CGI-Effekten in den grandiosen Wüstenkulissen Namibias, steht nun nicht so sehr der Titelheld im Fokus des Geschehens. Hier geht es vor allem um Frauen. In Gestalt von revoltierenden, leicht bekleideten Harems-Schönheiten, martialischen alten Müttern und einer überaus kampfstarken Imperatorin, die nach dem Sieg über einen Tyrannen zur neuen Herrscherin wird. Die visuell überwältigende Action-Orgie deswegen als feministischen Film zu bezeichnen, wäre allerdings übertrieben.

Text: Ralph Umrad

Foto: Warner Bros.

Orte und Zeiten: Mad Max – Fury Road

Mad Max – Fury Road USA/Australien 2015; R: George Miller; D: Tom
Hardy (Max Rockatansky), Charlize Theron (Imperator Furiosa), Zoë
Kravitz (Toast); 120 Min.; Start 14. Mai 2015

Kinostart: Do, 14. Mai 2015

 

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