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Komödie

„Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste“ im Kino

Es ist kalt in Paris. Doch das stört Christine Dubreuil (Karin Viard) in ihrer 300-Quadratmeter-Wohnung nur wenig

Foto: Square One/ Universum

Dann schon eher ihr Gatte Pierre (Didier Bourdon). Der ist ein echter Misanthrop und zieht bevorzugt über die benachbarten „Gutmenschen“ Bretzel (Valérie Bonneton und Michel Vuillermoz) her. Doch dann entscheidet die Regierung, Parisern mit zu viel Wohnraum Obdachlose und ­sozial Schwache als neue Mitbewohner zuzuweisen. Und schon bricht ­diverser Aktionismus unter den Großbürgern aus, und es ergeben sich mit den neuen Mitbewohnern ungeahnte Übereinkünfte.
Diese Prämisse mit durchaus ernstem Hintergrund wäre eigentlich eine ideale Plattform für eine anarchistische, aber plausible Komö­die. Doch Autorin und Regis­seurin Alexandra Leclère führt die Szenerie auf dieser Basis nicht auf den Boden der Realität zurück, sondern meint, humoristisch noch einen draufsetzen zu müssen. Und so erleben wir eine ganze Horde überkandidelter und ziemlich nerviger Figuren, die das Chaos noch verschlimmern. Trotz einzelner gelungener Momente hält sich die Empathie in Grenzen, sind einem die Figuren herzlich egal.

Le grand partage (OT) F 2015, 103 Min., R: Alexandra Leclère, D: Karin Viard, Didier Bourdon, Valérie Bonneton, Start: 9.2.

Bewertungspunkte4

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