Komödie

Maggies Plan

Drei hochkarätige ­Schauspieler ­brillieren in einer intelligenten ­Beziehungskomödie

Soll man Entscheidungen treffen oder ­darauf warten, dass das Schicksal zuschlägt? Für die resolute Maggie (Greta Gerwig) ist die Sache klar. Sie will ein Kind und hat den passenden Samenspender schon gefunden. Unwägbarkeiten wie Beziehung und Familie kommen in ihrem Plan nicht vor. Die Begeg­nung mit dem Anthropologen John (Ethan Hawke) wirft alles über den Haufen. Die beiden heiraten, bekommen ein Kind – aber Johns intellektuelle Exfrau Georgette (Julianne Moore) ist auch noch da.

Regisseurin Rebecca Miller entwirft ein ­Liebeskarussell, das bis zum letzten Bild mit Wendungen überrascht, auf leichte Art tiefgründige Fragen verhandelt und ein ­Publikumsliebling der Berlinale 2016 war. Gegenpole, die einander anziehen, Motivationen, von denen die Figuren nichts ­ahnen und die durchaus philosophische Frage, wer oder was darüber entscheidet, wie das Leben so läuft – thematisch ist das komplexer als durchschnittliche Beziehungs­komödien. New York als Schauplatz, der Jazz-Soundtrack und die intelligent verstrickten Figuren erinnern an Woody Allen.

Zudem ist der Film großartig besetzt – mit Gerwig als naiv-tatkräftige Quäkerin und Moore als ihr sensibel-komplexer Gegenpart. Ethan Hawke spielt als überforderter Mann und Vater im Grunde seine Rolle aus „Boyhood“ weiter. 

USA 2015, 92 Min., R: Rebecca Miller, D: Greta Gerwig, Julianne Moore, Ethan Hawke

Maggies Plan im Kino

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