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„Maleficent – Die dunkle Fee“ im Kino

Maleficent

Nachdem Disneys Animationssparte in den vergangenen Jahren vorexerziert hat, wie man traditionelle Märchen in rundum erneuerten Variationen („Rapunzel – Neu verföhnt“, „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“) wiederbelebt, geht nun auch der Realfilm „Maleficent – Die dunkle Fee“ mit einem ähnlichen Konzept an den Start. Als Inspiration für die Titelfigur dient Regisseur Robert Stromberg und seinen Mitarbeitern dabei der Disney-Zeichentrickklassiker „Dornröschen“ aus dem Jahr 1959: Die auch optisch recht beeindruckende Maleficent ist jene böse Fee, die bei der Taufe der Prinzessin aus Rache den berühmten Fluch ausspricht, dass sich das Kind an seinem 16. Geburtstag an der Spindel eines Spinnrades stechen und in einen todesähnlichen Schlaf verfallen wird.
Verkörpert wird Maleficent mit Flügeln, Hörnern und spitzen Ohren von Angelina Jolie, die ihrem maliziösen Tun hier mit so viel Souveränität und Ironie nachgeht, dass es durchaus Spaß macht, ihr dabei zuzusehen. Vergessen hat man allerdings, dem Film auch eine halbwegs tragfähige Story zu spendieren, und so erschöpft sich ein nicht unbeträchtlicher Teil der Handlung in immer neuen Versuchen des noch viel böseren Königs Stefan (Sharlto Copley), Maleficents angrenzendes Feenreich in öden CGI-Schlachten zu erobern. Das ist dann letztlich nur wenig aufregend, zumal neben Maleficent keine weitere Figur an Profil gewinnt, leider auch nicht die von der sonst sehr tollen Elle Fanning gespielte Prinzessin Aurora, die hier genauso wenig zu tun hat wie das übrige Personal.

Text: Lars Penning

Foto: Frank Connor / Disney Enterprises, Inc.

tip-Bewertung: Zwiespältig

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Maleficent – Die dunkle Fee (Maleficent), USA 2014; Regie: Robert Stromberg; Darsteller: Angelina Jolie (Maleficent), Elle Fanning (Aurora), Sharlto Copley (Stefan); 96 Minuten

Kinostart: 29. Mai

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