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„Man of Tai Chi“ im Kino

Man of Tai Chi

Bei seinem Regiedebüt nimmt Keanu Reeves in der Rolle eines mephistophelischen Magnaten einen armen chinesischen Kungfu-Fighter unter seine Fittiche und lässt ihn bei illegalen Keilereien auf Leben und Tod gegen Vertreter verschiedener Kampfarten antreten, mit durchschlagendem Erfolg. Das faustische Mixed-Martial-Arts-Drama ohne nennenswerte Story beeindruckt mit knallharten Kick-&-Klopp-Duellen, routiniert in Szene gesetzt vom Altmeister Yuen Woo-Ping, der Reeves schon bei den „Matrix“-Filmen auf die Sprünge geholfen hat. Doch dem uncharismatischen Hauptdarsteller Hu Chen mangelt es für die Rolle des Kampfsporthelden an Format. Der unfokussierten Inszenierung fehlt der B-Picture-Charme vergleichbarer Genre-Klassiker wie „Karate Tiger 3“ mit Jean-Claude Van Damme. Der Film veranschaulicht aber Missstände im unterentwickelten Hinterland oder die chronische Luftverschmutzung in China.

Text: Ralph Umard

Foto: Universal Pictures

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Man of Tai Chi“ im Kino in Berlin

Man of Tai Chi, USA/China 2013; Regie: Keanu Reeves; Darsteller: Keanu Reeves (Donaka Mark), Tiger Hu Chen (Chen Lin-Hu – Man of Tai Chi), Karen Mok (Sun Jingshi); 105 Minuten; FSK 12

Kinostart: 13. März

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